Neue Psychotherapien

MVT – Mentalisierungsfördernde Verhaltenstherapie

(eine Weiterentwicklung der Strategisch-Behavioralen Therapie SBT)

– durch mentalisierungsfördernde Gesprächsführung zu guter Affektregulierung, reflektierter Affektivität, befriedigender Beziehungsgestaltung und Ausschöpfen eigener Begabungen

MVT wurde von Serge Sulz als Brücke zwischen Psychodynamischen und kognitiv-behavioralen Therapien entwickelt. Sie ist begründet in-Der Entwicklungspsychologie (Bindungstheorie von Bowlby, Entwicklungstheorien von Piaget und Pesso und Mentalisierungsansatz von Fonagy und Mitarbeitern)-Der Neurobiologie (u.a. Damasio) und den psychologischen Zweiprozesstheorien und Systemtheorien (Epstein, Grawe u.a.)-Der kognitiven Verhaltenstherapie und der 3. Welle der VT (z.B. DBT, SBT)

Bereits vorbestellen (erscheint im Oktober 2021):

Serge K.D. Sulz
Mentalisierungsfördernde Verhaltenstherapie

Mit dem Ansatz der Mentalisierungsförderndenen Verhaltenstherapie vereint Serge K.D. Sulz erfolgreiche Konzepte der Verhaltenstherapie und der psychodynamischen Psychotherapie und vermittelt anschaulich notwendige Kompetenzen für die klinische Praxis, denen eine zentrale Therapiestrategie zugrunde liegt. 

Sie ist eine Weiterentwicklung der Strategisch-Behavioralen Therapie SBT (Sulz und Mitarbeiter) und der Strategischen Kurzzeittherapie SKT (Sulz 2017a). 

Sie umfasst 7 Therapiemodule (siehe Sulz 2017b,c und 2021,

sowie die beiden Vorabdrucke:

Transdiagnostische Therapie durch Mentalisierungsfördernde Verhaltenstherapie MVT – Modul 1 bis 5

und

Transdiagnostische Therapie durch Mentalisierungsfördernde Verhaltenstherapie MVT – Modul 6 und 7

Ihr Zertifikat MVT – Mentalisierungsfördernde Verhaltenstherapie

Im Frühjahr 2022. erscheint der zweite MVT-Band – das Praxisbuch mit fast 100 Übungen für Patienten:

SKT – Die Strategische Kurzzeittherapie

Die Strategische Kurzzeittherapie SKT ist Gegenstand aktueller Forschungsprojekte. Derzeit wird eine webbasierte Selbsterfahrungsmodul entwickelt: skt-selbstentwicklung.de

Die ideale Praxisanleitung finden Sie hier:

Gute Kurzzeittherapie in 12 plus 12 Stunden

Serge K.D. Sulz
Gute Kurzzeittherapie in 12 plus 12 Stunden
Für PsychotherapeutInnen, die sich in Kurzzeittherapie einarbeiten wollen. Kurzzeittherapie ist eine Kunst, wenn sie erreichen soll, dass der Patient anschließend keine weitere Therapie mehr braucht. Sie wird effektiv, wenn strategisch vorgegangen wird – nachdem ein tiefes und recht umfassendes Verständnis des Menschen zu einer stimmigen Fallkonzeption geführt hat. Die Strategie wirksamer Kurzzeittherapie
– gründet auf einem tiefen Verständnis des Patienten,
– entspringt einem ganzheitlichen integrativen Menschenbild,
– konzipiert klar den Therapiefall,
– ist in der Anwendung auf den individuellen Menschen bezogen,
– geht einerseits empathisch mit dessen emotionalem Erleben mit,
– fordert ihn andererseits zu neuen Wagnissen heraus,
– die ihm die Erfahrung vermitteln, dass er einer sein darf und kann,
– der sein Leben und seine Beziehungen selbstbestimmt auf eine neue Weise angeht.

SBT – Strategisch-Behavioralen Therapie

Es liegen zahlreiche Evaluationsstudien zur Strategisch-Behavioralen Therapie SBT vor. Gegenwärtig laufen SBT-Zusatzausbildungen mit anschließender Zertifizierung (siehe die Jahresprogramme der CIP-Akademie)

Gute Verhaltenstherapie lernen und beherrschen

Serge K.D. Sulz
Gute Verhaltenstherapie lernen und beherrschen Band 1 Verhaltenstherapie-Wissen
So gelangen Sie zu einem tiefen Verständnis des Menschen und seiner Symptome.

Serge K.D. Sulz
Gute Verhaltenstherapie lernen und beherrschen Band 2 Verhaltenstherapie-Praxis
Alles, was Sie für eine gute Therapie brauchen

SBT- Ausbildung

Es besteht die Möglichkeit, eine Zusatzausbildung in SBT an der CIP-Akademie zu absolvieren. Siehe deren aktuelles Jahresprogramm: cip-akademie.de

SJT – Strategischen Jugendtherapie

Aktuell wurde die letzte von drei Evaluationsstudien abgeschlossen. Das Konzept der Strategischen Jugendtherapie (Annette Richter-Benedikt) wird Anfang 2022 in einem Lehrbuch umfassend und praxisorientiert publiziert und verfügbar sein.

Bisher ist verfügbar:

Praxisbuch Strategische Jugendlichentherapie bei internalisierenden Störungen (SJT)
Florian Sedlacek
Sandra Peukert, Annette Richter-Benedikt
Praxisbuch Strategische Jugendlichentherapie bei internalisierenden Störungen (SJT)
Einzel- und Gruppentherapie, Psychotherapeutische Eltern- und Familienarbeit
EUR 39,00
Das Praxisbuch umfasst verhaltenstherapeutische Standards zur Erfassung, Beschreibung und Behandlung von Jugendlichen mit Depressionen, Angst- und psychosomatischen Störungen. Ferner wird die affektiv-kognitive Entwicklungstheorie kompakt erläutert. Die psychotherapeutischen Prozesse im Einzel- und im Gruppensetting sowie in der Arbeit mit der Familie beziehungsweise mit den Bezugspersonen werden praxisnah beschrieben. Bei Bedarf kann auf manualisierte Stundenanleitungen mit Arbeitsblättern und praktischen Übungen zurückgegriffen werden.

PKP – Psychiatrische Kurz-Psychotherapie*

*PKP (ursprünglich für die Psychiatrie als Psychiatrische Kurz-Psychotherapie entwickelt ist PKP jetzt auch Psychologische Kurz-Psychotherapie als auch Psychosomatische Kurz-Psychotherapie) ist ein einfach anzuwendendes und zugleich umfassendes Therapie-Tool, das störungsspezifisch den Anwender durch die gesamte Behandlung führt, teils als Handbuch (Ringbuch), teils als Sprechstunden- oder Therapie-Karten.

Zwei Evaluationsstudien belegten, dass in sehr vielen Fällen eine Kurzzeittherapie ebenso wirksam und ebenso nachhaltig ist wie eine Langzeittherapie.

Die aktuellste Veröffentlichung:

Cover Kurz-Psychotherapie mit Sprechstundenkarten
Serge K.D. Sulz

Kurz-Psychotherapie mit Sprechstundenkarten
Wirksame Interventionen bei Depression, Angst- und Zwangserkrankungen, Alkoholabhängigkeit und chronischem Schmerz. Jenseits der Richtlinienpsychotherapie benötigen Psychiatrische Kliniken, Ambulanzen und Praxen kurze Interventionen, die im 20-Minuten-Setting der Sprechstunde und der Klinikvisite wirksam einsetzbar sind und die beim nächsten Gespräch nahtlos weitergeführt werden können. Die Psychiatrische Kurz-Psychotherapie PKP bietet evidenzbasierte störungsspezifische Psychotherapie bei Depression, Angst, Zwang, Alkoholabhängigkeit und chronischem Schmerz. Serge K.D. Sulz bietet einen Praxisleitfaden, der hilft, sofort die richtigen Interventionen wirksam einzusetzen.

PBSP – Pessotherapie – Pesso-Boyden-Therapie

München 1996 bis 2016

Albert Pesso bot 20 Jahre lang gemeinsam mit Lowijs Perquin in München PBSP-Training an. Mehr als 200 Pessotherapeuten wurden von 1996 bis 2016 nach ihrer PBSP-Ausbildung evaluiert.

Lisbet de Boer und Monique Cuppen arbeiteten als Trainer und Supervisorinnen mit.

Zuerst war es ein dreijähriges Training. Da aber viele Therapeuten überwiegend Einzeltherapie durchführen, entstand 

  1. Ein zweijährige Ausbildung in Einzeltherapie 
  2. Eine einjährige Ausbildung in Gruppentherapie.

Also auch insgesamt drei Jahre.

Alle Teilnehmer in München hatten bereits mindestens drei Jahre Ausbildung in Psychotherapie, waren also keine Anfänger. Sie waren entweder Ärzte oder Psychologen.

Die Anfangs-Qualifikation zu Beginn der PBSP—Ausbildung war also schon sehr hoch.

Nach Als und Lowijs Tod übernahmen in München Michael Bachg und Leonhard Schrenker die Leitung der PBSP-Ausbildung. Als Trainerin arbeitete Monique Cuppen mit. Heute hat Sabine Löffler diese Funktion.

Munich 1996 to 2016

Albert Pesso offered PBSP training together with Lowijs Perquin in Munich for 20 years. More than 200 pessotherapists were evaluated from 1996 to 2016 after their PBSP training.

Lisbet de Boer and Monique Cuppen worked as trainers and supervisors.

At first it was a three-year training session. However, since many therapists mainly carry out individual therapy, arose

a) A two-year training course in individual therapy

b) One year of training in group therapy.

So a total of three years.

All participants in Munich had already had at least three years of training in psychotherapy, so they were not beginners. They were either doctors or psychologists.

The initial qualification at the beginning of the PBSP training was therefore already very high.

After Als and Lowij’s death, Michael Bachg and Leonhard Schrenker took over the management of the PBSP training in Munich. Monique Cuppen worked as a trainer. Today Sabine Löffler has this function.

PBSP-Veröffentlichungen in deutscher Sprache: (neueste zuerst) im CIP-Medien-Verlag (Schriftleitung Prof. Dr.Dr. Serge Sulz)

(with English Abstracts)

Guggemos, D. & Feldt K. (2021). Feeling Seen als idealer Start einer Strategischen Jugendlichentherapie. Psychotherapie 25-1, S. 173-194

Michael Bachg, Eva Hille-Kluczewski, Stefanie Grüter (2016).  Die Methode Feeling-Seen als familientherapeutischer Ansatz zur Forderung der Affektregulierung und des Beziehungsverhaltens bei Kindern und Jugendlichen. Psychotherapie 22-2, S. 143-178

Maria Schreiner (2019). „Wenn ich damals da gewesen wäre …“ Tiefe emotionale Erfahrung als Kern der Selbsterfahrung in der Verhaltenstherapie-Ausbildung – ein Bericht aus der Praxis. Psychotherapie 24-2, S. 91-113

Florian Sedlacek, Serge K. D. Sulz (2019). Welchen Stellenwert hat Selbsterfahrung in der verhaltenstherapeutischen Aus- und Weiterbildung? Ergebnisse einer Online-Studie von Ärzten, Psychologen und (Sozial-)Pädagogen. Psychotherapie 24-2, S. 50-60

Günter Weier (2019). Körperverachtung, Geistvertreibung und die Notwendigkeit der Personwerdung in einer unendlichen leiblich-personalen Selbsterfahrung. Psychotherapie 24-2, S. 185-206

Leonhard Schrenker (2017). Empathie zwischen rationaler Distanz und emotionaler Konfluenz: Microtracking – der sichere methodische Weg der Pesso-Therapie. Psychotherapie 22-2, S. 109-126

Leonhard Schrenker (2015). Die Bedeutung der therapeutischen Beziehungsebene in der Pesso-Therapie (PBSP). Psychotherapie 20-2, S. 146-167

Sabine Löffler (2013). Die Entwicklung des Selbst. Reintegration und Stärkung von Selbstanteilen in der Pesso–Therapie. Psychotherapie 18-2, S. 144-152

Leonhard Schrenker (2010). Die Behandlung traumatischer Störungen mit Pesso-Therapie (PBSP). Psychotherapie 15-2, S. 279-297

in English language:

European Psychotherapy (Editor Serge Sulz) 2004, volume 5: Special Topic: Lowijs Perquin (edit.) Pesso Therapy (PBSP) – A neurobiological founded, body and resource oriented approach to psychotherapy

Lowijs Perquin (Editor): content

Pesso Therapy (PBSP) – a Neurobiological Founded, Bodyand Ressource Oriented Approach to Psychotherapy

Albert Pesso Memory and Consciousness: In the Mind’s Eye, in the Mind’s Body 77

Lowijs Perquin Issues of Narcissism and Omnipotence treated by the use of physical limits with a symbolic meaning in Pesso Boyden System Psychomotor 87

Jim Amundsen What PBSP can teach psychoanalysis 105

Lowijs Perquin Neuroscience and its significance for psychotherapy An overview from the perspective of Pesso Boyden System Psychomotor 119

Das aktuelle Buchprojekt: Bachg, M. & Sulz, S. (2022):

Pesso-Therapie: Bühnen des Bewusstseins. Oder: Werden wer wir wirklich sind. Pesso-Therapie (PBSP®) als ressourcenorientierter, neurobiologisch fundierter Ansatz der Körper-, Emotions-  und Familientherapie.

Erinnerungen manipulieren gegenwärtige Wahrnehmung und dadurch gegenwärtiges Bewusstsein. Die Neurowissenschaftler Edelmann und Tononi bezeichnen dieses Phänomen als erinnerte Gegenwart. Die in diesem Buch vorgestellten Prinzipien zeigen Wege auf, wie entwicklungstraumatisierten Menschen in einem kontrollierten und körperorientierten Psychotherapeutischen Vorgehen ein Gefühl der Sicherheit, Beruhigung und Hoffnung zurückgegeben werden kann. Es geht im Kern um die Kreation synthetischer bindungsorientierter und körperbasierter Erinnerungen.

Ein aktueller Bericht über unsere PBSP-Aktivitäten:

Ich möchte berichten, was wir in München seit vielen Jahren machen und was in die Zukunft weist:

  1. PBSP-Training wie in allen anderen Ländern
  2. PBSP in die reguläre staatliche Psychotherapie-Ausbildung implementieren.

Einerseits versuchen wir, so viel Psychotherapeuten wie möglich für ein PBSP-Training zu interessieren. Andererseits bringen wir an vielen Stellen der Ausbildung und Fortbildung PBSP-Angebote ein:

Aktion 1: In unserer wissenschaftlichen Zeitschrift

Psychotherapy in Psychiatry, Psychosomatic Medicine and Clinical Psychology (only in German Language)

versuchen wir zu jedem Themenheft einen PBSP-Beitrag zu etablieren (z.B. therapeutische Beziehung, Empathie-Fähigkeit, Mentalisierung, Gruppentherapie, Traumatherapie, Selbsterfahrung, Persönlichkeitsstörungen, Paartherapie etc.)

Aktion 2: auf psychiatrischen und psychosomatischen Kongressen (DGPPN und DGPM) bieten wir ein Symposium an, in dem ein PBSP-Beitrag vorgetragen wird. Und wir bieten PBSP-Workshops an, die zwei Stunden bis zwei Tage dauern.

Aktion 3: Die Psychotherapie-Ausbildung ist in Deutschland sehr reglementiert. Jeder Psychotherapeut muss ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren lernen und eine Prüfung ablegen. Derzeit sind Psychoanalyse, Psychodynamische Psychotherapie, Verhaltenstherapie und Systemische Therapie (letzteres nur für Erwachsene) anerkannt. Wer nur PBSP gelernt hat, darf in Deutschland keine Psychotherapie ausüben. Er muss eines der anderen Psychotherapie-Verfahren beherrschen und in der Praxis anwenden. Er darf nur einige Sitzungen oder nur ein Teil seiner Therapiesitzungen mit PBSP arbeiten.

Wir haben in der Ärztlichen Weiterbildung und in der Ausbildung von Psychologen einzelne PBSP-Techniken in Workshops angeboten: Microtracking, ideale Eltern, Holes in Roles, Limitierung. Auf diese Weise werden immer mehr Psychotherapeuten immer mehr PBSP anwenden -nicht als Ganzes, aber an vielen Stellen ihrer Therapien. PBSP ist nicht mehr fremd, sondern wird vertraut.

Ein beachtlicher Prozentsatz von Psychotherapeuten, die sich in Ausbildung befinden, haben einen PBSP-Gruppenleiter in ihrer Selbsterfahrungsgruppe (150 Stunden), der mit ihnen PBSP-Strukturen macht. Au diese Weise erhält jeder Teilnehmer im Lauf seiner Ausbildung sechse eigene Strukturen und nimmt teil an fast 50 Strukturen anderer Teilnehmer.

Aktion 4: Wir führen kleine empirische Studien durch, in denen wir die Wirksamkeit der PBSP-Techniken prüfen. Diese sind allerdings nicht doppelblind und haben keine Kontrollgruppen.

Aktion 5: Neben dem eher informellen Einsatz von PBSP-Techniken und Strategien adaptieren wir diese an die jeweilige Psychotherapie-Verfahren, so dass PBSP-Elemente offizieller und fester Bestandteil der regulären Ausbildung werden.

Wer zum Beispiel die Mentalization Based Behavior Therapy (MB-VT) lernt, lernt in einem der sieben Module „Emotion Tracking“ als adaptiertes Microtracking. Die Module sind:

  1. Attachment and therapeutic relationship
  2. Implicit Working Model Bowlby and the new Allowance giving Life rule
  3. Mindfulness and Acceptance
  4. Emotion Tracking as first step of Mentalization
  5. Metakognition and Theory of Mind as basis of Mentalization
  6. Development from the Affect- to the Cognitive Stage: affect regulation and self efficiency
  7. Development from the Cognitive to the Empathy-Stage: The step to empathy and compassion

Aktion 6: Förderung von Buch-Veröffentlichungen über PBSP, z.B.

Sulz et al: Die Psychotherapie entdeckt den Körper. CIP-Medien-Verlag

Pesso & Perquin: Bühnen des Bewusstseins. CIP-Medien-Verlag

Noichl: Pessotherapie für alle. Psychosozial-Verlag

Diese Übersicht kann von meiner Webseite heruntergeladen werden:

Ich freue mich über Rückmeldungen

sergesulz@icloud.com

Mit freundlichem Gruß Serge Sulz

München, am 29.7.2021

Diesen Bericht können Sie durch Klicken in deutscher Sprache herunterladen

This report you can download in English here:

PBSP: What we have been doing in Munich (Germany) for many years